#krautschau am 16. Mai 2025

Unsere Initiative hatte Dr. Julia Krohmer eingeladen, um mit uns und allen Interessierten die #Krautschau durchzuführen. Treffpunkt war unser Lastenrad mit den Postern zum Superblock vor Oxfam, dort begannen wir, die Pflanzen mit Hilfe der App Flora Incognita zu bestimmen und dann den Namen mit bunter Kreide auf das Pflaster zu schreiben.

Bei der Veranstaltung haben die Teilnehmenden viel über die kleinen Pflanzen zwischen den Pflastersteinen, in Baumscheiben und am Straßenrand gelernt. Frau Krohmer nannte diese Pflanzen liebevoll „Ritzenrebellen“, weil sie in den kleinen Spalten und Ritzen wachsen und dabei eine wichtige Rolle für die Umwelt spielen.

Sie tragen zur Stabilität des Kopfsteinpflasters bei, helfen bei der Wasserversickerung, kühlen die Umgebung, binden Staub und bieten Lebensraum für Wildbienen, Käfer und Ameisen. Außerdem sind sie einfach schön anzusehen!

Während der Aktion wurden auf gut 62 Metern der Leipziger Straße auf nur einer Straßenseite 50 verschiedene Pflanzenarten entdeckt, darunter winzige Pflanzen wie das Niederliegende Mastkraut und das Einjährige Rispengras.

Auf dem Foto sind die Stellen eingekreist, an denen die kleinen Büschel des Rispengrases zu sehen sind. Wie es sich entfalten kann, wenn es nur etwas mehr Platz hat und nicht andauernd darüber hinweg gelaufen wird, sieht man unten am Pfahl, der Pfeil zeigt darauf.

Julia Krohmer erklärte weiterhin, dass ungefähr die Hälfte der gefundenen Pflanzen-Arten essbar ist. Besonders beeindruckend war der Fund eines kleinen Feigenbaums an der Baumscheibe, die der Markgrafenstraße am nächsten ist.

Die Veranstaltung hat den Teilnehmenden viel Wissen vermittelt und den Blick für die kleinen, oft übersehenen Pflanzen in unserer Stadt geschärft. Es ist wirklich erstaunlich, wie viel Leben in den kleinsten Ecken steckt!

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